Berlin Kodex
Gespräch vereinbaren

Die modernste Kampagne gegen Polarisierung in Deutschland

Drei Wahlen. Eine zerfallende Mitte.

43,8 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt. 38,2 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern, wo die CDU erstmals aus einem Landtag fliegt. In Berlin gewinnt die Linke mit 25,7 Prozent. Das Land ist im Krisenmodus.

Berlin Kodex, ein Programm der Stiftung AusserGewöhnlich Berlin. Aufnahme: Kodex-Kampagne im Strandbad Grünau, Sommer 2026.

3.500Teilnehmende in Phase 1
10Werte, die diese Stadt sich selbst gibt
1Ausweis für ganz Berlin
1,28 €pro Berlinerin und Berliner im Jahr

Der Befund

Die Mitte verliert. Die Ränder gewinnen. Seit Jahren, messbar.

Das ist keine Momentaufnahme eines Wahlabends. Es ist eine Bewegung, die sich in ganz verschiedenen Daten wiederholt: Der Zusammenhalt sinkt, die Zustimmung an den Rändern steigt.

60 40 20 0 61 52 20,8 43,8 16,7 38,2 10 19 2020 / 2021 2023 / 2026
Vier Messreihen auf einer gemeinsamen Skala von 0 bis 60. Quellen und Zeiträume sind unterschiedlich, deshalb steht jede Reihe einzeln in der Legende.
61 → 52 Punkte Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland, Index 2020 bis 2023. Bertelsmann Stiftung, 2024
20,8 → 43,8 Prozent AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, 2021 und 2026. Stärkste Kraft in allen 218 Gemeinden. MDR, Ergebnis 2026
16,7 → 38,2 Prozent AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, 2021 und 2026. Die CDU fliegt dort aus dem Landtag. tagesschau.de, Ergebnis 2026
10 → 19 Prozent Berlinerinnen und Berliner, die sich einen starken Führer wünschen, der sich nicht um ein Parlament kümmern muss, 2021 und 2023. Berlin-Monitor 2023
Politisch motivierte Kriminalität in Berlin, 2024 +29,3 %
Polizei Berlin, 8.309 Fälle, Gewaltdelikte plus 76,4 Prozent
Antisemitische Vorfälle in Berlin, 2024 2.521
RIAS Berlin, sieben pro Tag, fast eine Verdopplung
Wahlbeteiligung Sachsen-Anhalt 2026 77,8 %
Keine Politikverdrossenheit, sondern Mobilisierung an den Rändern

Zwei Richtungen, ein Muster: Die Ränder wachsen, die Mitte verliert ihre Sprache.

Lässt sich das zurückdrehen?

Nicht mit Appellen. Nicht mit Brandmauern. Nicht mit noch einer Kampagne gegen etwas.

Wer aus der eigenen Wagenburg heraus schießt, bestätigt die Wagenburg. Jede Warnung vor der Spaltung vertieft sie. Das ist der Grund, warum zwanzig Jahre gut gemeinte Demokratiekommunikation den Trend nicht gedreht haben.

Eine Gesellschaft dreht nicht um, weil man ihr erklärt, dass sie falsch abgestimmt hat. Sie dreht um, wenn Menschen wieder etwas haben, dem sie gemeinsam angehören.

Kodex-Frage auf einem digitalen Screen an einer Kreuzung am Kurfürstendamm
Eine Frage im Berufsverkehr. Kein Appell, keine Belehrung.

Die Antwort

Der Berlin Kodex macht Zugehörigkeit herstellbar.

Nicht als Gefühl, das man beschwört, sondern als Verfahren, das man wiederholen kann. Zugehörigkeit gehört zu den wirksamsten bekannten Hebeln gegen politische Feindseligkeit. Wir haben sie in ein Stadtformat übersetzt.

Der Hebel: Gemeinsamkeiten finden und fokussieren

Nicht die Differenz betonen, sondern das Geteilte sichtbar machen. Eine Identität über den Lagern: Berlin statt Partei. In der größten Vergleichsstudie zu politischer Feindseligkeit gehörten genau solche Ansätze zu den wirksamsten von 25 getesteten.

Die Methode: Interaktion und Reflektion forcieren

Nicht überzeugen, sondern abstimmen lassen. Jede Frage im Stadtraum endet in einer eigenen Entscheidung, nicht in einer Botschaft. Wer selbst entschieden hat, verteidigt das Ergebnis gegen die nächste Parole.

Die Innovation: Moderne Stadtkommunikation

Wir arbeiten mit den Werkzeugen von heute, nicht mit dem Formularkasten der Demokratiebildung: digitale Screens im Stadtraum, die tagesaktuell neue Fragen ausspielen. Collabs mit Creators, Clubs und Kulturorten, die Reichweite dort haben, wo Kampagnen sonst abprallen. Eine agentische Kampagnensteuerung, in der KI-Agenten Themen, Resonanz und Ausspielung laufend auswerten. Und Partnerschaft als Verfahren, nach dem Prinzip von SDG 17: Wirtschaft, Medien, Kultur und Zivilgesellschaft tragen dasselbe Format, statt nebeneinander zu senden.

Digitaler Screen am Kurfürstendamm mit der Kodex-Frage: Ist Berlin zu nett?
Statt einer Botschaft eine Frage: Kodex-Motiv auf einem City-Screen am Kurfürstendamm, Sommer 2026.

Das ist SDG 17 in der Praxis: Partnerschaft als Methode, nicht als Schlagwort.

Kampagnenmotiv: lachender Zugbegleiter in der Berliner S-Bahn, Frage Sind wir zu nett? Kampagnenmotiv: Mann in Samurai-Rüstung in einer vollen Berliner U-Bahn, Frage Sind wir zu tolerant? Kampagnenmotiv: zwei Männer in extravaganter Clubkleidung, Frage Ist Anderssein ein Problem? Kampagnenmotiv: Bauarbeiter mit Helm in der Straßenbahn, Frage Sind wir zu normal? Kampagnenmotiv: vier Männer, die sich küssen und umarmen, Frage Sind wir zu queer? Kampagnenmotiv: zwei ältere Berlinerinnen mit Sonnenbrille vor dem Fernsehturm, Frage Haben wir zu viele Fremde? Kampagnenmotiv: ältere Frau im Morgenmantel in ihrer Wohnung, Frage Sind wir zu direkt? Kampagnenmotiv: drei junge Männer umarmen einen Polizisten, Frage Fehlt uns Respekt? Kampagnenmotiv: Security-Mitarbeiter strickt im Hinterhof, Frage Fehlt Berlin Härte?

01 / 09   KAMPAGNE PHASE 1, BERLIN, SOMMER 2026

Sind wir zu nett?

Phase 1, Sommer 2026

Im Wahlkampf hing Berlin voll mit Antworten. Wir haben gefragt.

Neun Fragen, hunderte Litfaßsäulen, 170.000 CityCards, tausende Ausstrahlungen auf digitalen Screens. Die einzige Kampagne in diesem Wahlkampf, die niemanden gegen jemanden aufgebracht hat.

Knapp 3.500 Berlinerinnen und Berliner haben abgestimmt. Freiwillig, also nicht repräsentativ. Aber groß, und eindeutig: Die Erhebung bestätigt alle zehn Werte des Kodex. Das ist der Unterschied zwischen einem Konzept, das gut klingt, und einem Mandat aus der Stadt.

Die Methode

Frage. Abstimmung. Zugehörigkeit.

Drei Bewegungen, die aufeinander aufbauen. Keine Kampagne, die eine Haltung behauptet, sondern ein Verfahren, das sie erzeugt.

01

Wir fragen, statt zu behaupten

Im Stadtraum stehen offene Fragen zu Berlin, zugespitzt genug, dass beide Seiten sie mit Interesse lesen. Wer gefragt wird, muss sich nicht verteidigen.

02

Die Stadt stimmt selbst ab

In einer niedrigschwelligen Abstimmung entscheiden Berlinerinnen und Berliner, welche Werte für ihre Stadt gelten. Das Ergebnis gehört ihnen, nicht uns.

03

Zugehörigkeit wird ausstellbar

Das Ergebnis geht als Wertekanon zurück in die Stadt. Der Berlin-Ausweis macht daraus eine Mitgliedschaft, unabhängig von Pass, Geburtsort und Sprache.

Die Methodik in fünf Schritten · Die wissenschaftliche Grundlage · Was das kostet

Die Perspektive

Berlin ist nicht das Ziel. Berlin ist der Testlauf.

Wir bauen kein Stadtmarketing. Wir bauen ein Verfahren gegen Polarisierung und prüfen es unter den härtesten Bedingungen, die dieses Land zu bieten hat: in einer Stadt, in der alle Konfliktlinien dieses Landes gleichzeitig verlaufen.

Stufe 1

2027 bis 2029, Berlin

Wertekanon, Fragen im Stadtraum, Abstimmung, Ausweis, Index. Drei Jahre Dauerbetrieb statt einer Kampagnenwelle. Jede Welle wird veröffentlicht.

Stufe 2

Danach, Deutschland

Das Verfahren ist nicht berlinspezifisch. Fragen, Abstimmung, Kanon und Ausweis lassen sich für jede Stadt und jede Region neu bespielen. Voraussetzung ist, dass der Berliner Index Wirkung zeigt.

Stufe 3

Später, Europa

Dieselbe Bruchlinie verläuft durch die meisten Mitgliedstaaten. Das EU-Programm CERV fördert genau dieses Feld mit rund 1,441 Milliarden Euro in der Periode 2021 bis 2027 und verlangt Partner in mehreren Ländern.

Kontaktstelle CERV zum EU-Programm

Was daran Absicht ist und was Versprechen

Versprochen ist Stufe 1: Betrieb, Messung, Veröffentlichung. Stufe 2 und 3 sind Absicht, an eine Bedingung geknüpft. Wenn der Index über drei Jahre keine Wirkung zeigt, wird nicht ausgerollt, sondern offengelegt.

Für Förderer heißt das: Der Wert dieser Förderung liegt nicht in Berlin allein. Er liegt in einem geprüften, dokumentierten und übertragbaren Verfahren, das danach anderen zur Verfügung steht. Messinstrument und Daten werden offen publiziert.

Was der Kodex ist

Kein Gesetz. Kein Leitbild von oben. Ein Boden, auf dem Berlin streiten kann.

Zehn Sätze, von Berlinerinnen und Berlinern selbst bestätigt, in einem Buch aufgeschrieben, in eine Stadtkampagne übersetzt und beglaubigt durch einen Ausweis.

Herkunft ist egal. Haltung ist alles.

Sechs Säulen tragen das Programm:

Stadtkampagne im öffentlichen Raum Werteerhebung, in der Berlin abstimmt Vademecum als Buch Berlin-Ausweis als Ritual Netzwerk aus Unternehmen als Mit-Absender überparteiliches Gespräch mit Politik und Verwaltung
Drei Postkarten der Kampagne mit den Fragen: Wer ist echter Berliner, Wie deutsch ist Berlin, Haben wir zu viele Fremde
Die Fragen als Karten in Gastronomie und Kulturorten, mit Code zur Abstimmung.
Plakat der Kampagne an einer Litfaßsäule neben einem belebten Berliner Cafe

Die Warnung

Ein Ereignis erzeugt ein Gefühl. Nur eine Institution erzeugt eine Haltung.

19 % → 45 % → 22 %

Anteil der Deutschen, die sagten, sie seien sehr stolz auf ihr Land: vor der Fußball-WM 2006 im eigenen Land, nach dem Viertelfinale, und sechs Wochen später im August. Der Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer nennt das kurzzeitige Erregung.

Stimmung ist kein Zusammenhalt. Sie verfällt.

Deshalb bauen wir die Infrastruktur, die damals gefehlt hat: einen Wertekanon, der aufgeschrieben ist. Ein Ritual, das man vollziehen kann. Eine Marke, die im Stadtbild bleibt. Und einen Betrieb, der nicht nach vier Wochen abbaut.

ALLBUS-Daten zum Nationalstolz, bpb.de · Heitmeyer im Interview, tagesschau.de

Der zweite Befund

Die Spaltung ist echt. Ihr Ausmaß ist überschätzt.

62 Prozent der Menschen in Deutschland machen sich regelmäßig Gedanken über den Zusammenhalt im Land. Nur 30 Prozent glauben, dass andere das auch tun.

Sorgen sich selbst 62 %
Halten das von anderen für wahr 30 %

More in Common Deutschland, Impulspapier 2025

Die Sorge ist geteilt. Das Wissen um diese geteilte Sorge fehlt. Die Forschung nennt das fehlwahrgenommene Polarisierung: Nicht die Differenz ist eingebildet, sondern ihr Ausmaß. Lees und Cikara, Nature Human Behaviour

Wie groß die Spaltung erscheint, hängt schon an der Frage. Das Polarisierungsbarometer des Mercator Forums kommt auf über 81 Prozent, More in Common auf 67 Prozent bei einer Frage, die Zusammenhalt ausdrücklich als stärkbar gegenüberstellt. Vierzehn Prozentpunkte Unterschied durch die Formulierung. Unstrittig ist der Ton: 82 Prozent erleben die öffentliche Debatte als zunehmend hasserfüllt, fast jeder Zweite meidet Gespräche mit Andersdenkenden.

Daraus folgt eine unbequeme Einsicht: Kampagnen, die Spaltung beklagen, machen Spaltung größer.

Auch der Studienleiter des Polarisierungsbarometers hält pauschale Warnungen vor der Spaltung für unbrauchbar. Nötig seien differenzierte Diagnosen für differenzierte Strategien.

MIDEM, Polarisierungsbarometer 2025 · MIDEM, Pressemitteilung zur Studie

Der Formatwechsel

Wir wollen den Streit nicht beenden. Wir wechseln sein Format.

Hier liegt der Kern des Ansatzes. Es geht nicht darum, dass Berlin sich einig wird. Es geht darum, in welcher Beziehung die Streitenden zueinander stehen. Die politische Theorie unterscheidet dabei zwei Verhältnisse, und ein drittes ergibt sich daraus.

WIRgegenSIE

Kein gemeinsamer Boden. Ziel ist nicht die Entscheidung, sondern die Gegenseite.

Was gerade passiert

Antagonismus

Eine Wir-gegen-Sie-Beziehung zwischen Feinden, die keinen gemeinsamen Boden mehr anerkennen. In diesem Verhältnis ist jede Kommunikation ein Angriff: auch die Aufklärung, auch der Appell, auch die Warnung vor der Spaltung.

Wer von außen zuruft, bestätigt die Lagerbildung, die er bekämpfen will. Das erklärt, warum zwanzig Jahre gut gemeinte Demokratiekommunikation den Trend nicht gedreht haben.

WIRgegenSIE

Berlin als gemeinsamer Boden. Der Streit bleibt, die Feindschaft fällt weg.

Was wir herstellen

Agonismus

Dasselbe Gegeneinander, aber zwischen Gegnern, die den Rahmen anerkennen, in dem sie streiten. Chantal Mouffe nennt das die demokratische Aufgabe: Leidenschaften nicht unterdrücken, sondern zähmen. Aus Feinden müssen Gegner werden.

Dieser Rahmen ist keine Meinung, sondern eine Zugehörigkeit. Man muss nicht dasselbe wollen, um zur selben Stadt zu gehören. Genau den Rahmen liefert der Kodex: zehn Sätze, ein Ausweis, eine gemeinsame Adresse für sehr verschiedene Menschen.

Chantal Mouffe, On the Political · Mouffe, Agonistic Pluralism

WIRgegenSIE
Entscheidung

Auf gemeinsamem Boden bringt Streit etwas hervor, statt etwas zu zerstören.

Was der Streit dann leistet

Konflikt als Triebkraft

Die klassische Soziologie sagt dasselbe von der anderen Seite. Bei Georg Simmel und Ralf Dahrendorf hat Konflikt eine integrative Funktion: Er bindet die Beteiligten aneinander, macht Interessen sichtbar und ist Motor gesellschaftlicher Entwicklung, nicht ihr Krankheitszeichen.

Daraus folgt unsere Bauanleitung. Wir nehmen dem Streit nicht die Schärfe, wir geben ihm eine Form, in der er etwas hervorbringt: eine Entscheidung, an der beide Seiten beteiligt waren. Deshalb endet jede Kodex-Frage in einer Abstimmung und nicht in einer Botschaft.

Detjen, Streitkultur, Rezension in GWP 2024

In Stadtkommunikation übersetzt heißt das: Wo eine Kampagne behauptet, fragt der Kodex. Die Frage stellt den gemeinsamen Boden her, weil sie die Gegenposition ernst nimmt, ohne ihr zuzustimmen.

Digitale Litfaßsäule an einem Berliner S-Bahnhof mit der Kodex-Frage: Haben wir zu viele Fremde?
Die Frage steht im Stadtraum, nicht die Antwort. Digitale Säule an einem Berliner S-Bahnhof, Phase 1.
Statt der BehauptungDie Frage der Stadt
Berlin ist offen.Ist Berlin zu offen?
Berlin ist eine deutsche Stadt.Ist Berlin wirklich deutsch?
Berlin gehört allen.Wem gehört Berlin?

Die Frage lädt ein, statt abzuwerten. Und sie verlagert die Entscheidung dahin, wo sie in einer Demokratie hingehört: zu den Menschen, die in dieser Stadt leben. Das ist der Unterschied zwischen einer Haltungskampagne und einem Verfahren.

Nicht Kulturkrieg, sondern Wettkampf. Nicht Angst, sondern Mut. Nicht Rechthaben, sondern Zugehörigkeit.

Die Evidenz

Wir haben das Verfahren nicht erfunden. Wir bringen es ins Stadtformat.

2024 haben Forschende 25 Ideen gegen politische Feindseligkeit im direkten Vergleich an über 32.000 Menschen getestet, eingereicht von Wissenschaftlern und Praktikern aus 17 Ländern.

Mehrere Ansätze senkten die Feindseligkeit gegenüber der anderen Seite, einige auch die Zustimmung zu undemokratischen Praktiken und zu politischer Gewalt. Entscheidend ist, welche vier Ansätze vorn lagen. Alle vier nutzten nur zwei Strategien: nahbare, sympathische Menschen mit anderen politischen Überzeugungen zeigen, und eine Identität hervorheben, die über die Lagergrenze hinweg verbindet.

Voelkel und Kollegen, Science 2024

10,47

Prozentpunkte betrug der stärkste Einzeleffekt auf die parteipolitische Feindseligkeit in dieser Megastudie.

Das ist die wissenschaftliche Beschreibung dessen, was der Berlin Kodex tut. Die verbindende Identität ist Berlin und nicht die politische Seite. Der Berlin-Ausweis macht diese Identität ausstellbar. Buch, Magazin und Motive zeigen konkrete Berlinerinnen und Berliner, die man sympathisch findet, bevor man weiß, wie sie wählen.

Gemeinsames Ziel schlägt Kontakt allein

Kooperation an einem übergeordneten gemeinsamen Ziel reduziert Vorurteile zuverlässiger als Begegnung ohne Aufgabe. Die Kontakthypothese ist gut belegt, bei langfristigen Effekten ist die Evidenz dünner als oft dargestellt. Deshalb setzen wir nicht auf Begegnung, sondern auf ein gemeinsames Projekt: die eigene Stadt.

Pettigrew und Tropp, Metaanalyse · Paluck, Green und Green

Ansprache in der Moral der Adressaten

Argumente wirken, wenn sie in den Werten der Angesprochenen formuliert sind, nicht in den eigenen. Sicherheit, Heimat, Verlässlichkeit und Stolz auf die eigene Stadt sind Berlin-Werte. Wir überlassen sie nicht der anderen Seite.

Feinberg und Willer, 2015

Hoffnung ist die Bedingung für Handeln

Der Glaube an die Wirksamkeit der eigenen Gruppe führt nur dann zu kollektivem Handeln, wenn Hoffnung hoch ist. Positive Energie ist in diesem Projekt keine Stilfrage, sondern die Voraussetzung für Beteiligung.

Wlodarczyk und Kollegen, JESP

Und die Grenze, die wir selbst benennen

Eine Metaanalyse von 77 Maßnahmen aus 25 Studien findet einen Durchschnittseffekt von 5,4 Punkten auf einer 101-Punkte-Skala, der innerhalb von zwei Wochen verfällt. Bündelung und Wiederholung ändern das nicht wesentlich. Die Autoren folgern, dass dauerhafte Deeskalation eine Verlagerung braucht: weg von Maßnahmen auf Individualebene, hin zum Verhalten von Eliten und zu den strukturellen Anreizen, die Konflikt belohnen.

Unsere Konsequenz: Der Berlin Kodex ist kein Impfstoff, sondern eine dauerhafte Infrastruktur. Er arbeitet an der Ebene, die die Forschung als entscheidend benennt, nämlich am öffentlichen Diskursformat und an den Anreizen für die Akteure, die in dieser Stadt sprechen: Unternehmen, Medien, Kultureinrichtungen, Vereine. Deshalb ist das Programm auf drei Jahre angelegt und nicht auf eine Kampagnenwelle.

Holliday, Lelkes und Westwood, PNAS 2025

Wen wir erreichen wollen

Wir romantisieren nichts. 95 Prozent der AfD-Wählenden wollen Einwanderung stärker begrenzen, rund 70 Prozent befürworten die Pläne zur Vertreibung von Millionen Menschen unter dem Label Remigration. Wer das ignoriert, verliert seine Glaubwürdigkeit.

Bewegbar ist etwas anderes, und es ist groß: Rund 60 Prozent der AfD-Neuwählenden von 2025 haben 2021 CDU/CSU, SPD oder FDP gewählt. Unsere Zielgruppe ist diese ambivalente Mitte, nicht der rechtsradikale Kern.

Hövermann, WSI-Study Nr. 42, 2025

Was Phase 1 belegt und was nicht

Knapp 3.500 freiwillige Teilnahmen an der Werteerhebung und knapp 100 erstellte Berlin-Ausweise belegen getestete Abläufe und echte Beteiligung. Sie sind keine repräsentative Stadtumfrage und werden nicht als solche dargestellt.

Und wir sind überparteilich. Die Stiftung verfolgt keine Parteiziele und gibt keine Wahlempfehlung. Wir stärken die Bedingungen, unter denen demokratischer Streit produktiv bleibt.

Die Methodik

Fünf Schritte, die aufeinander aufbauen.

01

Frage statt Parole

Im Stadtraum und in den digitalen Kanälen stehen offene, zugespitzte Fragen zu Berlin. Sie sind so gebaut, dass beide Seiten sie mit Interesse lesen können. Wir belehren nicht, wir stellen zur Wahl.

02

Abstimmung statt Belehrung

Das Kodex-Quiz verwandelt Aufmerksamkeit in Selbstpositionierung. Die Berlinerinnen und Berliner entscheiden in einer niedrigschwelligen, spielerischen Abstimmung selbst, welche Werte sie ihrer Stadt zuschreiben. Eine Berlin-Wahl ohne Wahlkabine.

03

Rückspiegelung des Gemeinsamen

Die aggregierten Ergebnisse gehen zurück in die Stadt. Das ist der methodische Kern: Wir machen sichtbar, wie viel Zustimmung es zu Werten gibt, von denen viele glauben, sie stünden damit allein. Genau die Lücke zwischen eigener Haltung und vermuteter Haltung der anderen ist der messbare Hebel.

04

Zugehörigkeit statt Zustimmung

Der Berlin-Ausweis macht aus einer Meinung eine Mitgliedschaft. Er ist ein Ritual, kein Bekenntniszwang. Berlinerin oder Berliner ist, wer sich mit diesen Werten identifiziert, unabhängig von Pass, Geburtsort und Sprache. Zugehörigkeit ist das Gut, das beide Seiten wollen und das derzeit knapp ist.

Vorderseite des Berlin Ausweises mit Foto, Name und dem Hinweis, dass dies kein offizielles Dokument ist
Vorderseite: kein offizielles Dokument, sondern ein Bekenntnis.
Rückseite des Berlin Ausweises mit den zehn Werten des Kodex
Rückseite: die zehn Werte, auf die Berlin sich geeinigt hat.
05

Trägerschaft statt Absendervakuum

Getragen wird das Ganze von einem Berliner Wirtschaftsnetzwerk mit rund 300 Mitgliedern und einer gemeinnützigen Stiftung. Die Kampagne läuft über Hotels, Gastronomie, Kulturorte, Handel, Medienpartner und digitale Außenwerbung, also über Orte des Alltags und nicht über politische Bühnen.

Kampagnenmotiv des Berlin Kodex mit der Frage, ob Anderssein ein Problem ist

Der Inhalt

Auf diese Werte kann Berlin sich einigen.

Diese Sätze unterschreibt Berlin von Neukölln bis Grunewald.

01
Herkunft ist egal. Haltung ist alles.
Zugehörigkeit
02
Sei so frei, wie du willst.
Offenheit
03
Direktheit statt Geschwafel.
Direktheit
04
Was du sagst, musst du sein.
Integrität
05
Nie panisch, immer pragmatisch.
Gelassenheit
06
Anerkennung durch Leistung.
Respekt
07
Streit ja. Gewalt nie.
Streitkultur
08
Berlin gibt, ohne Rechnung.
Hilfsbereitschaft
09
Machen, nicht quatschen.
Pragmatismus
10
Berlin kann Krise.
Kreativität

Kein Gesetz. Keine Partei. Keine Behörde. Ein Angebot.

Warum sich eine Beteiligung lohnt

Größter Mehrwert für Berlin. Kleinster Einsatz.

Es gibt in dieser Stadt wenige Orte, an denen ein Kommunikationsbudget so viel bewirkt wie hier. Der Grund ist nicht Verhandlungsgeschick, sondern Haltung.

Unsere Medienpartner verkaufen uns keine Restplätze. Sie stellen Reichweite bereit, weil sie selbst Berliner Unternehmen sind und wollen, dass diese Stadt zusammenhält. Dazu kommen ein gemeinnütziger Zweck, ein gebündeltes Jahresvolumen und ein Netzwerk aus Stadtkanälen, die ihre Communities nicht als Publikum behandeln, sondern als Nachbarschaft.

Das Ergebnis ist eine Ausgangslage, die niemand allein herstellen kann, weil sie nicht auf Einkauf beruht, sondern auf gemeinsamer Sache.

Eigenmittel Phase 1, 2026 rund 50.000 €
Daraus entstandener Reichweitenwert rund 500.000 €

Gestrichelt markierte Zahlen sind noch nicht extern belegt. Der Reichweitenwert der Phase 1 wird aus der Buchungsbilanz der Kampagne ermittelt und vor Veröffentlichung durch die beteiligten Medienpartner bestätigt. Bis dahin: Schätzung der Initiative.

Reichweite, die ganz Berlin erreicht

Digitale Screens in City-Lagen und am Point of Sale, Litfaßsäulen im Kultur-Netz, CityCards in über 500 Berliner Gastronomien, dazu die Kanäle Berliner Creator. Sie kaufen keine Fläche, Sie sind Teil einer Präsenz, die die ganze Stadt sieht.

Hebel durch das Netzwerk

Der Hebel entsteht nicht durch Verhandlung, sondern dadurch, dass viele mitmachen. Jeder Euro, der in dieses Programm geht, kommt vervielfacht in der Stadt an.

Dezentral bis in die Kieze

Ein Plakat erreicht Menschen als Passanten. Ein Berliner Kanal erreicht sie als Community. Beides zusammen ist der Unterschied zwischen Bekanntheit und Zustimmung.

Sie könnten diese Präsenz einkaufen. Sie würden ein Vielfaches zahlen und hätten am Ende ein Logo auf einer Fläche. Keine Geschichte, keinen Wertekanon und keine Stadt, die zuhört.

Wer das möglich macht

Rund 300 Absender. Eine Botschaft.

Der Unterschied zu jeder Behördenkampagne ist die Trägerschaft. Hinter dem Berlin Kodex stehen ein Wirtschaftsnetzwerk mit rund 300 Berliner Unternehmen und Persönlichkeiten, die Medienhäuser und Außenwerber der Stadt sowie Kultur- und Stadtkanäle. Wenn diese 300 Mitglieder die Fragen und Ergebnisse zusätzlich in ihre eigenen Kanäle, Häuser und Belegschaften tragen, entsteht etwas, das kein Werbebudget herstellt: eine Kampagne mit hunderten Absendern, die alle in derselben Stadt zu Hause sind.

HYGHDINAMIX MediaILG AussenwerbungKulturplakate Berlin tip BerlinTHE BERLINERberlin.pulsekiekmaberlin burakcaniperkFameFactmediacompanyStiftung AusserGewöhnlich Berlin

Partnernennungen nach dem Stand der Phase 1. Die Logos der Partner zeigen wir erst nach schriftlicher Freigabe, einfarbig schwarz. Bis dahin stehen hier die Namen.

Fläche und Screens

Digitale Screens in City-Lagen und am Point of Sale, Litfaßsäulen im Berliner Kultur-Netz, CityCards in über 500 Gastronomien.

Stadtkanäle und Creators

Der Teil der Reichweite, den kein Plakat leistet: dezentral, persönlich, mitten in Zielgruppen hinein, die Außenwerbung nur streift.

Medienpartner

Redaktionelle Begleitung und Anzeigenflächen in Berliner Stadtmedien, weil sie selbst Berliner Unternehmen sind.

Träger

Die gemeinnützige Stiftung AusserGewöhnlich Berlin, getragen vom Netzwerk aus rund 300 Mitgliedern.

Ausgabe des Stadtmagazins tip Berlin mit einer Doppelseite zum Berlin Kodex
Phase 1 lief über Stadtmedien, Screens, Karten und Kanäle statt über politische Bühnen.

Unser Anspruch für 2027 bis 2029: die größte dezentral getragene Wertekampagne, die diese Stadt bisher gesehen hat. Das ist ein Ziel, kein Messwert.

Kampagnenmotiv des Berlin Kodex mit der Frage, ob Berlin zu viele Fremde hat

Das Vorhaben 2027 bis 2029

1,28 Euro pro Berlinerin und Berliner im Jahr.

Fünf Millionen Euro jährlich, drei Jahre lang. Auf 3,9 Millionen Einwohner sind das 1,28 Euro pro Kopf und Jahr, über die gesamte Laufzeit rund vier Euro.

Zum Vergleich: Berlin gibt 32,1 Millionen Euro im Jahr aus, um Gäste in die Stadt zu holen. Für das Verhältnis der Stadt zu sich selbst gibt es kein vergleichbares Budget. Wir schlagen ein Sechstel davon vor.

WofürPro Jahr
visitBerlin, Tourismusmarketing 202432,1 Mio. €
Land Berlin, Titel Berlin-Marketing 202425,9 Mio. €
Berlin, Antidiskriminierung und Vielfalt30,0 Mio. €
Senatsverwaltung für Inneres, Werbebudget 20244,25 Mio. €
Berlin Kodex, Programm 2027 bis 20295,0 Mio. €

2027 · Aufbau

Ganzjährige Präsenz im Stadtraum mit klaren Werteaussagen. Nullmessung des Berlin-Kodex-Index. Berlin-Ausweis mit Ausgabestellen bei Partnerbetrieben. Neuauflage des Vademecums. Ausbau des Stadtkanal-Netzwerks. Zehn Wertestränge.

2028 · Durchdringung

Kodex-Module in Schulen, Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben. Onboarding für Neuberlinerinnen und Neuberliner über Bürgerämter, Willkommensstellen und Arbeitgeber. Vier Stadtmomente in vier Bezirken. Zweite und dritte Index-Welle.

2029 · Verstetigung

Der Kodex als fester Bestandteil des Berliner Selbstbilds. Übertragbares Modell für andere Städte. Institutioneller Dauerbetrieb aus Partnerschaften, Fördermitteln und Erlösen.

Mittelverwendung pro Jahr

Präsenz im Stadtraum und Distribution
1.900.000 €
Content und Kreation
700.000 €
Stadtmomente und Formate
550.000 €
Betrieb, Team, Technik, Recht
500.000 €
Stadtkanal- und Creator-Netzwerk
450.000 €
Berlin-Ausweis und Produkte
400.000 €
Wirkungsmessung
300.000 €
Programm und Bildung
200.000 €

Zielmarken bis Ende 2029

WasHeuteZiel 2029
Gestützte Bekanntheit in BerlinNullmessung 202735 %
Teilnahmen an der Werteerhebung3.500250.000
Ausgegebene Berlin-Ausweiserund 10050.000
Aktive PartnerbetriebeZahl in Abstimmung300

Zielmarken, keine Prognosen. Wir veröffentlichen jährlich, wie weit wir gekommen sind.

Für Stiftungen, Family Offices und private Förderer

Sie suchen keine Werbefläche. Sie suchen etwas, das trägt.

Für Förderer gibt es bei uns keine Preisliste. Nicht aus Koketterie, sondern weil eine Zuwendung keine Gegenleistung haben darf, wenn sie eine Zuwendung bleiben soll.

Was es stattdessen gibt: Programmelemente, die Sie vollständig finanzieren, mit eigener Wirkungslogik, eigener Messung und einem Mittelverwendungsnachweis, den Sie prüfen können. Zuwendungen gehen an die Stiftung AusserGewöhnlich Berlin und erhalten eine Zuwendungsbestätigung.

Unabhängigkeit

Der Berlin Kodex ist überparteilich und bleibt es. Wir sprechen mit den Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten aller demokratischen Berliner Parteien, geben keine Wahlempfehlung und lassen uns von keiner Seite instrumentalisieren.

Kein einzelner Geldgeber kann das Programm bestimmen. Das Finanzierungsmodell verteilt die Last auf viele Partner und Förderer. Das ist keine Schwäche der Finanzierung, das ist ihre Konstruktion.

Die Wirkungslogik in vier Schritten

Input

Mittel und Netzwerk

Fördermittel, Eigenmittel, bereitgestellte Reichweite der Medienpartner, Arbeit der Stiftung.

Aktivitäten

Kampagne, Buch, Ausweis

Präsenz im Stadtraum, Werteerhebung, Vademecum, Berlin-Ausweis, Bildungsmodule, Stadtmomente.

Output

Reichweite und Teilnahme

Kontakte im Stadtraum, Teilnahmen an der Erhebung, ausgegebene Ausweise, Betriebe als Ausgabestellen, Schulklassen.

Outcome

Haltung und Zugehörigkeit

Bekanntheit und Zustimmung zu den zehn Werten, Zugehörigkeitsgefühl zu Berlin, Verschiebung abwertender Einstellungen. Gemessen im Berlin-Kodex-Index.

Fünf Programmelemente, einzeln förderbar

Berlin-Kodex-Index

Zwei repräsentative Erhebungswellen pro Jahr, wissenschaftlicher Beirat, vollständige Veröffentlichung. Die erste Längsschnittmessung zum Zusammenhalt dieser Stadt, die nicht vom Land beauftragt ist.

Berlin-Ausweis-Programm

Das Ritual, das aus einer Haltung eine Handlung macht. Produktion, Ausgabestellen, Logistik, Onboarding für alle, die neu in diese Stadt kommen.

Schul- und Ausbildungsprogramm

Kodex-Module für Schulen, Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe. Streitkultur als Unterrichtseinheit, nicht als Appell.

Stadtmomente

Vier öffentliche Formate pro Jahr, in vier Bezirken, mit den Menschen, die dort leben.

Wissensbasis

Neuauflagen und Übersetzungen des Vademecums, Verteilung über Bibliotheken, Volkshochschulen und Willkommensstellen.

Ihre Rolle

Förderer unterstützen die Initiative allgemein.
Hauptförderer finanzieren ein Programmelement für ein Jahr vollständig.
Gründungsförderer sichern mit einer Dreijahreszusage den Dauerbetrieb und wirken an der Programmarchitektur mit.

Größenordnungen besprechen wir im Gespräch, weil sie von Ihrem Förderzweck abhängen und nicht von unserer Preisliste.

Für Unternehmen und Marken

Fünf Stufen der Beteiligung. Keine Logoplätze.

Wer sich beteiligt, wird beteiligt. Sie werden Mit-Absender einer Haltung, Sie bekommen Zugang zu Daten und Formaten, und Sie gestalten mit, worüber diese Stadt spricht. Sichtbarkeit ist die Folge davon, nicht die Gegenleistung.

Mitmacher
2.500 €
pro Jahr, netto

Für Betriebe, die zeigen wollen, wo sie stehen.

  • Supporter-Kit mit Social-Assets und Tresenmaterial
  • Ausgabestelle für den Berlin-Ausweis werden
  • 25 Berlin-Ausweise für das Team
  • Nennung im Kodex-Newsletter
  • Ein gemeinsamer Social-Post „Kiez zeigt Haltung“
Unbegrenzt verfügbar
Verstärker
10.000 €
pro Jahr, netto

Für Berlin-Marken mit eigenen Kanälen.

  • Alles aus Mitmacher
  • Absenderzeile „Unterstützt von“ in einem Kampagnenmotiv
  • Absender auf einer CityCard-Staffel
  • Reel und Story-Set im Stadtkanal-Netzwerk
  • Co-Branding-Freigabe für Wortmarke und Motivsystem
  • 100 Berlin-Ausweise, eigene Kiez-Aktion
Richtwert 60 Plätze
Mitabsender
35.000 €
pro Jahr, netto

Für Unternehmen mit Berlin-Engagement.

  • Alles aus Verstärker
  • Ein eigenes Motiv in Kodex-Ästhetik mit Ihrem Absender
  • Litfaßsäulen im Kultur-Netz, eigene CityCard-Staffel
  • Social-Serie über drei Stadtkanäle
  • Redaktionelle Doppelseite und Film zur eigenen Verwendung
  • Kodex-Workshop für bis zu 40 Mitarbeitende
  • 500 Berlin-Ausweise
Richtwert 20 Plätze
Wertepate
100.000 €
pro Jahr, netto

Zehn Werte, zehn Paten. Sie übernehmen einen Wert und werden sein Absender in dieser Stadt.

  • Alles aus Mitabsender
  • Eigenes Motivset zu Ihrem Wert, ganzjährig in Rotation
  • Ein öffentlicher Abend zu Ihrem Wert, mit Presse
  • Vierteilige Redaktionsserie zur eigenen Verwendung
  • Eigener Auswertungsschnitt im Berlin-Kodex-Index
  • 2.000 individualisierbare Berlin-Ausweise
  • Sitz im Partnerkreis
Nur zehn Plätze, einer pro Wert
Leitpartner
250.000 €
pro Jahr, netto, nur mit Dreijahreszusage

Maximal drei, kategorieexklusiv.

  • Alles aus Wertepate, inklusive einer Wertepatenschaft
  • Nennung im Kampagnenabsender „getragen von“
  • Ein Programmelement mit Ihrem Namen verbunden
  • Vier Stadtmomente pro Jahr mit eigener Rolle
  • Eigenes Studienmodul im Berlin-Kodex-Index
  • Führungskräfteprogramm und Kodex-Onboarding
  • Sitz im Partnerkreis mit Stimme zur Jahresplanung
Drei Plätze

Jahresbeiträge für 2027, netto zuzüglich Umsatzsteuer. Bei Zusage über drei Jahre: 15 Prozent weniger pro Jahr und Preisgarantie über die Laufzeit. Den konkreten Gegenwert Ihrer Stufe weisen wir im persönlichen Angebot aus, nicht öffentlich.

Die Jahresplanung 2027 beginnt am 1. Januar. Wer später einsteigt, erhält anteilig weniger Laufzeit für denselben Beitrag. Inhaltliche Verantwortung liegt bei der Initiative und ihrem Beirat, nicht bei den Partnern.

Wie wir messen

Wer Polarisierung senken will, muss sie messen.

Der Berlin-Kodex-Index ist unser Wirkungsversprechen. Zwei repräsentative Erhebungen pro Jahr, mindestens 2.000 Befragte je Welle, gleiches Instrument über drei Jahre.

Ausgewertet nach Bezirk, Alter, Migrationsgeschichte und Milieu, begleitet von einem wissenschaftlichen Beirat. Veröffentlicht wird vollständig, auch die Wellen, die schlecht aussehen.

Vier Indikatorenfamilien: Zusammenhalt und Vertrauen · autoritäre und abwertende Einstellungen · Zugehörigkeitsgefühl zu Berlin · verhaltensnahe Kontextdaten als Umfeld, nicht als Erfolgsmaß.

Was wir nicht behaupten

Eine Kommunikationsinitiative kann keine Kausalität für gesellschaftliche Großtrends beanspruchen. Wir werden nie behaupten, dass eine Kriminalitätsstatistik sich wegen uns bewegt hat.

Wir messen Bekanntheit, Zustimmung, Zugehörigkeitsgefühl und Einstellungsverschiebungen bei Menschen, die wir erreicht haben, gegenüber Menschen, die wir nicht erreicht haben.

Wir versprechen keine Stimmungswende. Wir versprechen einen Betrieb, der lange genug läuft, um einen Unterschied zu machen, und Zahlen, die man uns vorhalten kann.

Die unbequemen Fragen

Was uns oft gefragt wird.

Warum bewirkt ein Beitrag hier mehr als in einer normalen Mediakampagne?

Weil unsere Medienpartner nicht als Dienstleister auftreten, sondern als Mitträger. Sie stellen Reichweite bereit, weil sie selbst Berliner Unternehmen sind. Dazu kommen ein gemeinnütziger Zweck, ein gebündeltes Jahresvolumen und ein Netzwerk Berliner Stadtkanäle. Das ist keine Einkaufsleistung, sondern eine gemeinsame Sache, und deshalb nicht nachbaubar.

Ist das politisch?

Es ist gesellschaftlich, nicht parteipolitisch. Der Berlin Kodex enthält keine Wahlempfehlung, keine Parteinennung und keine Positionierung in Tagesstreitfragen. Er formuliert zehn Werte von Streitkultur bis Hilfsbereitschaft. Wir sprechen mit allen demokratischen Parteien und ordnen uns keiner zu.

Wie ist das steuerlich geregelt?

Zwei getrennte Wege. Beteiligungen mit Gegenleistung sind Sponsoring: Rechnung mit Umsatzsteuer über die AusserGewöhnlich Berlin GmbH & Co. KG, für Sie als Betriebsausgabe abzugsfähig. Förderungen ohne Gegenleistung gehen als Zuwendung an die Stiftung AusserGewöhnlich Berlin, mit Zuwendungsbestätigung. Was passt, klären wir im Gespräch.

Wie viele Menschen haben bisher mitgemacht?

Knapp 3.500 Berlinerinnen und Berliner haben in der ersten breit angelegten Werteerhebung der Stadt Position bezogen und dabei alle zehn Werte des Kodex bestätigt. Rund 100 Berlin-Ausweise sind ausgeliefert. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, weil die Teilnahme freiwillig war, aber sie ist groß und in ihrer Aussage eindeutig. Phase 1 war bewusst die vorsichtige Phase: fragen, das System testen, Reichweite aufbauen.

Was passiert, wenn nicht genug Geld zusammenkommt?

Das Programm 2027 startet ab einer gesicherten Zusagesumme von 1,5 Millionen Euro. Darunter verschieben wir, statt eine unterfinanzierte Kampagne zu fahren. Zusagen werden dann zurückgegeben oder auf das Folgejahr übertragen, nach Ihrer Wahl.

Wer entscheidet, was der Kodex sagt?

Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Initiative und ihrem Beirat, nicht bei den Förderern und Partnern. Sie erhalten Beteiligung, Zugang und Zugehörigkeit, keine Redaktionshoheit. Wir sagen das vorher, damit es hinterher keine Enttäuschung gibt.

Können wir den Kodex in unserer eigenen Kommunikation verwenden?

Ja, ausdrücklich. Ab der Stufe Verstärker erhalten Sie eine Co-Branding-Freigabe für Wortmarke und Motivsystem. Der Freigabeprozess dauert Tage, nicht Wochen.

Kampagnenmotiv des Berlin Kodex: Bauarbeiter mit gelbem Helm in einer Berliner Straßenbahn

Der nächste Schritt

30 Minuten. Danach wissen Sie, ob es passt.

Kein Ausschreibungsverfahren, keine Agenturkette. Sie sprechen direkt mit der Initiative, wir schauen uns Ihren Zweck und Ihre Ziele an, und Sie erhalten innerhalb einer Woche eine konkrete Vorlage.

oder direkt über das Formular

Alexander Sascha Wolf
Vorstand der Stiftung AusserGewöhnlich Berlin, Initiator des Berlin Kodex

wolf@aussergewoehnlich-berlin.de
Telefon und Adresse ergänzen

Für Stiftungen und Family Offices: Nennen Sie in Ihrer Anfrage gern Ihren Förderschwerpunkt. Wir schicken vorab die Wirkungslogik und den Mittelverwendungsplan des Programmelements, das dazu passt.

Berlin Kodex 2027 bis 2029 · 1,28 € pro Kopf und Jahr

Wir verwenden Cookies, um die Funktionsfähigkeit unserer Website sicherzustellen und das Nutzererlebnis zu verbessern. Weitere Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.